Im Jahr 2001 hat die UNESCO im Rahmen der Weltwissenschaftskonferenz den Welttag der Wissenschaft ins Leben gerufen. Seitdem werden jedes Jahr am 10.11. die Beiträge der Wissenschaft zu den Bereichen Entwicklung und Frieden rekapituliert und gewürdigt, um den Menschen zu zeigen, warum Wissenschaft für jeden wichtig ist.

Themen wie Klimawandel, Ressourcenknappheit und Krankheiten gehen jeden Menschen auf der Erde etwas an. Um an diese Tatsache zu erinnern, hat die UNESCO den Welttag der Wissenschaft eingeführt. Dieser Tag soll alle Beiträge der Wissenschaft zum Frieden und zur Entwicklung in den Vordergrund rücken. Welche wissenschaftlichen Errungenschaften als Beiträge zum Frieden und zur Entwicklung verstanden werden, liegt im Auge des Betrachters. Beide Begriffe können unterschiedlich verstanden werden: So kann man Frieden nicht nur als das Nichtvorhandensein von Konflikten definieren. Vielmehr setzt Frieden einen partizipatorischen Prozess voraus, der positiv und dynamisch den Dialog fördert und Konflikte löst, indem auf auf die Bedürfnisse aller beteiligten Parteien eingeht.

Die Definitionen des Entwicklungsbegriffs geht demgegenüber deutlich weiter auseinander. Einige verstehen Entwicklung als Abschaffung von Armut und Elend, andere konzentrieren sich vor allem auf die industrielle Entwicklung. Vor allem der Weltgipfel von Johannesburg im Jahr 2002 hat verdeutlicht, dass eine nachhaltige Entwicklung innerhalb der ökologischen Grenzen des Planeten erforderlich ist, um unserer Welt zum Fortschritt zu verhelfen ohne ihr zu schaden. Um das zu erreichen, ist Forschung unerlässlich.

Wissenschaftler und Wissenschaftlerinnen vieler verschiedener Disziplinen beschäftigen sich seit Jahrzehnten mit verschiedenen Fragestellungen rund um die Themen Frieden und Entwicklung. Dabei setzen sie ihr Wissen und ihre Netzwerke ein,  um ein friedliches und nachhaltiges Miteinander auf diesem Planeten zu ermöglichen. Die Verantwortung, die die Wissenschaft für das Wohl der Welt übernimmt, manifestiert sich zum Beispiel in Organisationen wie der Vereinigung Deutscher Wissenschaftler, der Pugwash-Bewegung, den „Internationalen Ärzten für die Verhütung des Atomkrieges“ (IPPNW), „Ärzte ohne Grenzen“ oder „Ingenieure ohne Grenzen“.