Die Solartechnologie entwickelt sich seit Jahren weiter. Eine Studie des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) gibt jetzt Aufschluss darüber, auf welchem Stand sie sich aktuell befindet und in welche Richtung sie sich zukünftig entwickeln soll.

Das DLR hat seine Studie vom 11. bis zum 14. Oktober auf der SolarPACES Konferenz in Abu Dhabi vorgestellt. Ziel der Untersuchungen war ein systemtechnischer, wirtschaftlicher sowie ökologischer Vergleich von solarthermischen und photovoltaischen Kraftwerken. Dazu wurde analysiert, wie kommerzielle Kraftwerke aus Sonnenenergie günstigen und kontinuierlich verfügbaren Strom zuverlässig erzeugen können, auf den man auch zugreifen kann, wenn die Sonne gerade nicht scheint.

Solarthermische Kraftwerke (Concentrated Solar Power)

Ein wichtiges Thema der Studie ist die Effizienz solarthermischer Kraftwerke. Diese erhöhen die Solarstrahlung mittels Spiegeln, was die Entstehung von Wärme zur Folge hat. Diese Wärme wird gespeichert oder sofort genutzt. Hierfür sind verschiedene Anwendungsbereiche möglich, wie zum Beispiel die Stromerzeugung oder die Herstellung von Treibstoffen. Durch die Integration von thermischen Speichern und/oder die Kombination mit einem Brenner, der mit einem fossilen Brennstoff oder Biomasse betrieben wird, ermöglichen solarthermische Kraftwerke eine von der kaum kalkulierbaren Sonnenstrahlung losgelöste Stromerzeugung. Dadurch ist es möglich Solarstrom bedarfsgerecht bereitzustellen und die Leistungsfähigkeit des Kraftwerks optimal zu nutzen.

Photovoltaikanlagen (PV)

Des Weiteren beschäftigt sich die Studie auch mit Photovoltaikanlagen (PV). Diese fangen das Sonnenlicht mithilfe ihrer Solarzellen ein und verwandeln die Solarstrahlung auf direktem Weg in elektrischen Strom. Dieser kann entweder sofort genutzt oder in Batterien gespeichert werden. Obwohl die PV-Technologie ihre Stromerzeugungskosten in den letzten Jahren deutlich senken konnte, ist die Speicherung des PV-Stroms zurzeit weniger wirtschaftlich als die Speicherung von Solarthermie. Die Technologie zählt aktuell zu den unsteten Stromeinspeisern und kann somit alleine keine Versorgungssicherheit bieten. Daher ist es nötig ein zusätzliches Backup durch fossile Energieträger im Stromverbundsystem vorzuhalten.
Andere Studien zeigen, dass der Anteil an erneuerbarem Strom begrenzt werden muss, wenn keine Speicherlösungen verfügbar sind, weil die Netze bei einem größeren Anteil an regenerativ und fluktuierend erzeugtem Strom an ihre Grenzen stoßen.

Weitere Einzelheiten zur Studie über die Entwicklung der Solartechnologie findet Ihr hier.

Den Abschlussbericht der Studie legt das DLR bis Ende des Jahres 2016 vor.