Am 1. Oktober hat Berlin ein deutliches Zeichen für die Energiewende gesetzt. Seit diesem Tag wird der Berliner Dom nämlich mit 100 % Ökostrom versorgt. Auch viele andere Landeskirchen und Bistümer in ganz Deutschland werden mittlerweile mit Elektrizität aus Erneuerbaren Energien versorgt.

Der Berliner Dom ist eine der größten Kirchen Deutschlands und die größte Kirche Berlins. Seine Gesamthöhe beträgt 116 Meter auf einer Grundfläche von etwa 73 Meter x 93 Meter. Er befindet sich im Kirchenkreis Berlin Mitte des gleichnamigen Bezirks auf dem nördlichen Teil der Spreeinsel, die in Berlin Museumsinsel genannt wird. Besonders bei Nacht ist der Berliner Dom eine imposante Erscheinung. Die großzügige Beleuchtung macht ihn zu einer wichtigen Station auf jeder abendlichen oder nächtlichen Sightseeing-Tour durch die deutsche Hauptstadt.

Trotz wirkungsvoller Einsparungsmaßnahmen, wie zum Beispiel der Verwendung von LED-Lampen, verbraucht das imposante Bauwerk allerdings jährlich mehr als 263.000 kWh Strom für Beleuchtung und Technik. Aufgrund des Wechsels zum zertifizierten Ökostrom wird die CO2-Bilanz des Doms ab jetzt deutlich verbessert. Durch die Umstellung können gegenüber dem Vorjahr die CO2-Emissionen des Berliner Doms um ungefähr 105 Tonnen pro Jahr reduziert werden.

Nicht nur für die nächtliche Beleuchtung, sondern auch für die regelmäßigen Gemeindegottesdienste, Kulturveranstaltungen und Gottesdienste im Zusammenhang mit Staatsakten oder wichtigen politischen Ereignissen wird eine große Menge Strom benötigt. Dass dieser hohe Strombedarf ab sofort mit Ökostrom gedeckt wird, sieht Geschäftsführer Lars-Gunnar Ziel als wichtiges Statement. Die Kirchen in Deutschland sehen die Bewahrung der Schöpfung als wichtigen Auftrag an und fühlen sich in diesem Zusammenhang auch dem Klimaschutz verpflichtet, so Ziel. Durch die Nutzung von erneuerbaren Energien solle ein kleiner Beitrag dazu geleistet werde die Erderwärmung aufzuhalten.

Viele Gemeinden und kirchliche Institutionen arbeiten eng mit dem Berliner Dom zusammen. So engagieren sich auch Landeskirchen und Bistümer sehr stark für den Klimaschutz und viele Gemeinden sind bereits zu Ökostrom gewechselt.